Chronik

 

 

  Brandgeschichte der Gemeinde Zscherben
  Zwischen 1707 und 1750 führten mehrere Großbrände zur fast vollständigen Vernichtung des Ortes
 
  1741 königliches Edikt verpflichtet Gemeinde, Pachtgelder zur Anschaffung von Feuerlöschgeräten wie, Löscheimern, Feuerleitern und Löschhacken zu verwenden.
  1750 Anschaffung der ersten Druckspritze. Das Geld wurde von der Nachbargemeinschaft Holleben geliehen und bis 1770 zurück gezahlt.
  1763 Neuentstandene Gemeindeordnung verpflichtet alle Gutspächter, Gutsbauern, Neubauern und jeden der das Gemeinderecht erlangen wollte, einen Ledernen Löscheimer zur Verfügung zu stellen
  1768/
1769
Instandsetzung der Feuerlöschgeräte - die Kosten sollten von den Häuslern des Ortes übernommen werden. Ihre Weigerung führt zum Prozess, in dessen Ergebnis zur Zahlung der geforderten Summe verurteilt wurde.
  1848 Kauf einer fahrbaren Druckspritze mit Windkessel. Die für den Kauf notwendige Summe wurde von dem Bauern Karl Schöllner geliehen. Von nun an konnte auch anderen Gemeinden geholfen werden. Im gleichen Jahr erfolgte der Bau des Spritzenhauses.
  1883 Für den Bau einer neuen Schule musste das alte Spritzenhaus abgerissen werden. Der Neubau erfolgte auf dem Grundstück  des Schmiedemeisters.
  1901
Handspritze
Indienststellung einer handgetriebenen Saug - Druckspritze
  1925 Nach einem Großbrand wurde am 18. März 1925 die Freiwillige Feuerwehr Zscherben gegründet. Von nun an übernahm die Wehr die Pflichten, die Jahrhunderte lang, jedem Einwohner oblag.
  1927 Errichtung eines Hölzernen Schlauchturms zum Trocknen der Schläuche. Im gleichem Jahr Gründung eines Spielmannzuges.
  1935 Die Freiwillige Feuerwehr Zscherben erhält eine Motorspritze mit einem entsprechenden Tragkraftanhänger und einem Auto.
  1938 Bau eines neuen Gerätehauses. Die Kosten für den Baugrund und das Baumaterial wurde von den Ortsansässigen Großbauern übernommen.
  Ab
1939
wurde die Freiwillige Feuerwehr Zscherben, Kriegsbedingt in den Nachbargemeinden zur Löschung von Bränden eingesetzt.
  1945 Fast vollständiger Zusammenbruch der Feuerwehr Zscherben, da das Auto von den Truppen der Roten Armee beschlagnahmt und fast alle Ausrüstungsgegenstände entwendet worden waren. Noch im gleichem Jahr fand die Reorganisation der Freiwilligen Feuerwehr Zscherben statt. Von den Nachbarwehren konnten Ausrüstungsgegenstände eingetauscht oder geliehen werden. Besonderen Verdienst beim Wiederaufbau der Freiwilligen Feuerwehr kommt dem  Brandmeister Robert Pohle zu, der auch für lange Jahre als Wehrleiter amtierte.
  1949 Die Freiwillige Feuerwehr Zscherben kann personell aufgestockt werden.
  1950 Feier anlässlich des 25 Jährigen Bestehens der Wehr. Bis zu diesem Zeitpunkt konnten 21 größere und kleinere Brände gelöscht werden.
  1953 Großbrand in Zscherben der nur durch Hilfe der Feuerwehren der Nachbarorte gelöscht werden konnte.
  1957 Indienststellung eines Feuerwehrfahrzeuges ein umgebauter Chevrolet-LKW.
  Ab
1960
Ab Anfang der sechziger Jahre wurden in den Freiwilligen Feuerwehren immer stärker militärische Strukturen eingeführt und die Wehren der Landesverteidigung unterstellt. Zunehmend wurden die Freiwilligen Feuerwehren zu überregionalen Übungen herangezogen, die der Zivilverteidigung und dem Katastrophenschutz dienen sollten.
  1964 Übergabe eines Garant K30 an die Freiwillige Feuerwehr
Garant K30
  1972 Der Kreis übergibt einen Schlauchtransporthänger. Von nun an ist es möglich größere Wegstrecken bis zum Brandherd zu überbrücken.
  1979

Ersatz des 1964 in Dienst gestellten LF8/8 durch einem mit schweren Atemschutzgeräten ausgerüsteten LF8.

  1980 verstarb der langjährige Wehrleiter Robert Pohle, der nach dem 2. Weltkrieg die Reorganisation der Freiwilligen Feuerwehr übernommen hatte.
  1983

Brand des Kälberstalls in der Gemeinde Zscherben. Die Tiere konnten gerettet werden.

  1985 Ersatz des 1979 übergebenen Fahrzeuges.
  1989/
1990
Nach der Wende in der DDR wurde die Freiwillige Feuerwehr umstrukturiert. Die alleinige Trägerschaft ging an die Gemeinde über, die von nun an die Unterhaltung der Wehr abzusichern hat. Neben neuer Ausrüstung waren auch Schulungen der aktiven Feuerwehrleute notwendig. in denen sie mit neuen Bestimmungen sowie erweitertem Aufgabenbereichen geschult wurden. Zu diesen Aufgaben zählen neben der traditionellen Löscharbeit, Aufgaben beim Katastrophenschutz auch Einsätze bei Verkehrsunfällen.
  1997 Indienststellung eines TLF16/25
  1998 Ersatz des Barkas B1000 durch einen VW T3
  2005 Anschluss der Gemeinde Zscherben an die Gemeinde Teutschenthal